Das folgenden Interview hat Dr. Thorsten Gressling anlässlich der Inebtriebnahme unserer KI Rendering Engine mit unserem Cognitive Teamleiter Dr. Bernd Künnen geführt hat.

Gressling: Hallo Bernd. Du bist gerade dabei, eine neue Hardware für uns aufzubauen. Worum handelt es sich denn genau?

Künnen: Hallo Thorsten. Ja, das ist eine coole Sache. Ich nehme in Kürze einen Rechner in Betrieb, der mit mehreren Grafikkarten bestückt ist. Das System soll dann dafür dienen, Modelle im ML- bzw. KI-Bereich zu berechnen.

Gressling: Das klingt ja sehr spannend. Wir wissen ja, dass die entsprechenden Lernzyklen außerordentlich rechenintensiv sind. Wie sieht das System denn genau aus – welche Grafikkarten sind es denn?

Künnen: Wir bauen mehrere GPU von Nvidia ein. Für Maschinen-Learning greifen wir extra auf diesen Hersteller zurück, da es für AMD-Karten bisher noch keine Software-Unterstützung gibt. Wir verwenden zwar die etwas älteren und kleineren 750 TI, aber für einen Proof-of-Concept reicht das vollkommen aus. Später tauschen wie die Karten dann gegen stärkere GPU aus.

Gressling: Bringt es denn Vorteile, wenn wir eine eigene Hardware im Haus haben?

Künnen: Eine eigene Hardware zum einen den Vorteil, in Ruhe und ganz unbeleckt von irgendwelchen Kosten bei RZ-Dienstleistern oder in der Cloud die ersten Schritte gehen zu können. Der Aufbau der Hardware ist außerdem ein Team-Event und hat damit auch einen Spaß- und Motivationsfaktor. Zum anderen bringt eine eigene GPU-basierte Rendering-Engine Vorteile in Bezug auf die DSGVO – die Daten bleiben schließlich im Haus.

Gressling: Noch mal zur Technik: wie sind denn diese Grafikkarten untereinander verbunden? Gibt es ein Protokoll?

Künnen: Die Grafikkarten sind über die CUDA-Treiber und die cuDNN-Bibliothek in das System eingebunden. Über diese Schnittstelle können die im KI-Bereich üblichen Frameworks wie Tensorflow, Caffe und PyTorch auf die GPU zugreifen.

Gressling: Das klingt ja sehr interessant und wir werden auf jeden Fall für dieses Thema am Ball bleiben. Eine letzte Frage noch: sind wir auf eine bestimmte Programmiersprache oder einen Machine Learning-Stack festgelegt?

Künnen: Nein. Für den Start verwenden wir mit Python und Tensorflow einen allgemeinen Standard, aber prinzipiell könnten wir auch mit R oder PyTorch arbeiten.

Gressling: Bernd, ich danke dir für dieses spannende Interview!

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Dr. Bernd Künnen, Teamleiter Cognitive, ARS

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